Klostermansfeld – Hinter der Freiwilligen Feuerwehr Klostermansfeld liegt ein anstrengendes Jahr: Die Mitglieder wurden zu 76 Einsätzen gerufen. Sie übernahmen beispielsweise am 9. Oktober zum Anschlag in Halle die Einsatzleitung in einer Turnhalle im Paulusviertel, in der Anwohner betreut wurden. Sie stellten auch den Brandschutz sicher, als die Wohnung des Attentäters in Benndorf gestürmt wurde. Die Feuerwehr betreute außerdem die restlichen Bewohner des Hauses für mehrere Stunden im Klostermansfelder Gerätehaus.

76 Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Klostermansfeld

27 Alarmierungen im Vorjahr gingen nach den Worten von Wehrleiter Frank Ochsner in der sogenannten tageskritischen Zeit ein, in der viele Mitglieder aus beruflichen Gründen nicht verfügbar sind.

Umso wichtiger ist es aus seiner Sicht, dass die Einsatzbereitschaft auch weiterhin tagsüber mit Personal vom Bauhof und der Verwaltung der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra abgesichert wird. Denn in der Zeit zwischen 6 und 16 Uhr könne die Feuerwehr oft nur mit Hilfe dieser Kräfte ausrücken, so Ochsner. Fünf Mitglieder der Feuerwehr sind gegenwärtig im Bauhof und vier Mitglieder in der Verwaltung beschäftigt. 

Nur mit dieser personellen Absicherung gelang es der Feuerwehr im vergangenen Jahr, jeden Tag einsatzbereit zu sein. „Diese Einsatzbereitschaft ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, weder in unserer Verbandsgemeinde noch im Landkreis“, sagt der Feuerwehrchef.

Ausbildung für die ehrenamtlichen Mitglieder

Die Gemeinde Benndorf will sich dieser Notwendigkeit auch stellen. Sie hat zugesagt, „freie Stellen zur Sicherung der Tagesalarmbereitschaft bei gleicher Eignung der Bewerber mit Feuerwehrleuten zu besetzen“.

Um fit für die Einsätze zu sein, absolvierten die ehrenamtlichen Mitglieder im vergangenen Jahr mehr als 100 Dienst- und Ausbildungseinheiten. Der Altersdurchschnitt der 42 Feuerwehrleute im aktiven Dienst liegt bei 34 Jahren. Mit 25 Frauen und Männern ist die Zahl der einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger bei der Klostermansfelder Feuerwehr im Vergleich zu den restlichen sechs Ortsfeuerwehren in der Verbandsgemeinde erfreulich hoch. Dort stehen dafür nur 27 Kameraden zur Verfügung.

"Jugendflamme" für den Nachwuchs der Feuerwehr

Die erfolgreiche Schulung setzt sich beim Nachwuchs fort. Elf Jungen und Mädchen erhielten jetzt zur Jahreshauptversammlung mit der „Jugendflamme Stufe 1“ einen offiziell anerkannten Ausbildungsnachweis. 36 Kinder und Jugendliche werden unter der Leitung von Oliver Baumann von einem sechsköpfigen Team betreut, das den Grundstein für die gute Entwicklung legte.

Enger zusammengerückt sind im Vorjahr die Einsatzkräfte aus Klostermansfeld und Benndorf. Seitdem das Löschfahrzeug am Standort Benndorf aus technischen Gründen ausgefallen ist, sind die Benndorfer mit im Gerätehaus in Klostermansfeld untergebracht und rücken von dort mit den anderen Kameraden gemeinsam aus. Voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres soll ein neues Löschfahrzeug an die Feuerwehr ausgeliefert werden.